Gestalttherapie

HEILUNG DURCH WÜRDIGUNG - HEILUNG DURCH BEGEGNUNG
Woher kommt die Gestalttherapie?

Die ersten Grundlagen hat die Gestaltpsychologie Anfang des 20. Jahrhunderts geschaffen. Sie beschreibt die Wahrnehmung als ganzheitlichen Prozess mit dem ein Lebewesen seine Umwelt für sich strukturiert.

Die Gestaltherapie ist von einer Gruppe Psychoanalytiker, Psychologen und Sozialwissenschaftlern geschaffen worden. Lore und Fritz Perls legten gemeinsam mit Paul Goodman die Grundlagen. Ihre Schüler - Isodore From, Erving und Miriam Polster, Daniel Rosenblatt, James Simkin, Paul Weisz u.a. - entwickelten sie weiter.

Die Gestalttherapie hat die wissenschaftlichen Erkenntnisse der Gestaltpsychologie für die Psychotherapie nutzbar gemacht und mit der Förderung des existentialistischen Philosophen Martin Buber verbunden, die Mitmenschen nicht als Objekte anzusehen sondern als "Du" zu sehen. Auf diese Weise ist eine wissenschaftlich fundierte Psychotherapie entstanden, die zugleich durch eine tiefe humane Verpflichtung gekennzeichnet ist.

Mitbegründer Fritz und Lore Perls suchten nach einer psychotherapeutischen Methode, die sowohl Bewußtheit im Hier und Jetzt, als auch Körperlichkeit, Lebensfreude und kreative Kompetenz fördert. Ihr Augenmerk lag dabei auf einer mehr resourcen- und lösungsorientierten, anstelle einer krankheits- und störungsorientierten Vorgehensweise.
Sie glaubten, dass Individuen und Organisationen das Potential zur geistigen Gesundheit und eine innere Motivation zu Wachstum und kreativen Lösungen haben. Sie gingen davon aus, dass unerledigte Situationen, zumal traumatische, den lebendigen, intelligenten und kräftigen Ausdruck mit der Umwelt behindern. Gestalttherapie sieht also unter anderem eine Aufgabe darin, diese sogenannten "offenen Gestalten" (unerledigte Geschäfte) aufzudecken, mit speziellen bewusstheitsfördernden, erlebnisorientierten und energiemobilisierenden Methoden aufzuarbeiten und damit den blockierten Organismus wieder in Kontakt zu bringen mit dem Fluss der Lebensenergie.
Der Mensch lebt in einem Beziehungsfeld mit voneinander unabhängigen und gleichzeitig bestehenden Beziehungen. Der Schwerpunkt des therpeutischen Geschehens wird deshalb über das Individuum hinaus erweitert in Richtung auf sein soziales Umfeld.
Hierdurch wird die Wichtigkeit des sich- aufeinander- beziehens in den Vordergrund gestellt. Zwischenmenschliche Beziehungen sind also Ausdruck des ursprünglichen Bezogen-seins des Menschen auf den anderen.
 
Im Sinne Martin Bubers "Ich und Du Theorie" ist die Therapeut- Klient Beziehung geprägt von Gleichwertigkeit und gegenseitiger Wertschätzung. In der Gestalttherapie stellt sich der Therapeut als gleichwertiges Gegenüber "zur Verfügung". Auf dieser Basis kann Vertauen entstehen und die Bewußtheit des Klienten über die Gegebenheiten seiner Situation durch aktives Experimentieren weiter gesteigert werden.
D.h. das Geschehen in der Gestalttherapie ist eine lebendige Interaktion zwischen Klient und Therapeut. Statt reden- über- etwas wird beziehen- aufeinander gefördert, somit wird direkter Kontakt erfahrbar. Die Therapeutin lässt den Klienten vorsichtig erleben, dass er selbst in Wirklichkeit über große Kräfte (Resourcen) verfügt, die ihm Problemlösungen ermöglichen.
 
Gestalttherapie heilt durch Würdigung und durch Begegnung.
 
Innerhalb der therapeutischen Haltung der Würdigung sind eine Vielzahl von Methoden anwendbar. Ich setze sie so ein wie es der Persönlichkeit des Klienten und meiner eigenen Persönlichkeit entspricht. Mit dieser Unterstüzung erfahren Sie durch welche erlernten Mechanismen Sie Ihr Wachstumspotential bremsen.
In diesem Sinne freue ich mich Sie in Ihren Wachstumsprozessen liebevoll und achtsam begleiten zu dürfen!
Praxis für ganzheitliche Massage und Therapie